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Blick ins Dohlennest

Wenn die Tage wieder länger und wärmer werden beginnen die 21 Graudohlen-Brutpaare, wie sie letztes Jahr beim Schloss Landshut gezählt wurden, mit dem Nestbau.

Die jungen Dohlen, die letztes Jahr geschlüpft sind, “verloben“ sich im ersten Frühling nach ihrer Geburt. Sie stecken sich gegenseitig Leckerbissen zu und kraulen sich zärtlich. Wenn Gefahr droht verteidigt eines das andere.

Bei der Balz verneigt sich das Männchen, spreizt dabei Flügel und Schwanz, zeigt seinen grauen Nacken und drückt den Schnabel gegen die Brust.

Dohlen sind gesellige und treue Tiere, die Paare bleiben lebenslang zusammen. Im dritten Lebensjahr brüten sie dann das erste Mal.

Bevor die Dohlen mit dem Nestbau beginnen, werden die Nistkästen im Schlossturm und bei der Wildstation gereinigt. Bei günstiger Witterung beginnen die Dohlen schon im März zu nisten. Sie suchen sich eine geeignete Bruthöhle und beginnen dann Nistmaterial einzutragen. Im vergangenen Jahr hat das Dohlenweibchen seine sechs Eier am 21. und 22. April gelegt, die Jungen schlüpften im Zeitraum vom 11. bis zum 13. Mai.

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Schloss Landshut